{"id":6248,"date":"2022-09-04T12:05:55","date_gmt":"2022-09-04T10:05:55","guid":{"rendered":"https:\/\/mjvv.org\/unkategorisiert\/confieso-que-mis-pensamientos-vuelan-a-menudo-peru-entrevista-al-padre-helmut-friembichler\/"},"modified":"2022-09-04T17:12:23","modified_gmt":"2022-09-04T15:12:23","slug":"confieso-que-mis-pensamientos-vuelan-a-menudo-peru-entrevista-al-padre-helmut-friembichler","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mjvv.org\/de\/nachrichten\/confieso-que-mis-pensamientos-vuelan-a-menudo-peru-entrevista-al-padre-helmut-friembichler\/","title":{"rendered":"Pfarrer Helmut: Ich bekenne, dass meine Gedanken oft nach Peru fliegen"},"content":{"rendered":"<p><strong><em>Interview mit Pfarrer Helmut Friembichler<\/em><\/strong><\/p>\n<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-6238 size-full\" src=\"https:\/\/mjvv.org\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/padre-helmut.png\" alt=\"\" width=\"1200\" height=\"650\" srcset=\"https:\/\/mjvv.org\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/padre-helmut.png 1200w, https:\/\/mjvv.org\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/padre-helmut-300x163.png 300w, https:\/\/mjvv.org\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/padre-helmut-1024x555.png 1024w, https:\/\/mjvv.org\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/padre-helmut-768x416.png 768w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/><\/p>\n<p>Pfarrer Helmut Friembichler. Er wurde in \u00d6sterreich, im Bundesland Salzburg, in Seekirchen geboren. Seit September 2017 ist er in der Pfarre Henndorf und K\u00f6stendorf in der Erzdi\u00f6zese Salzburg t\u00e4tig. Er ist seit 1998 Priester. 1991 trat er in das Priesterseminar in Salzburg ein, au\u00dferdem studierte er ein Jahr lang in Innsbruck.<\/p>\n<ol>\n<li><strong>Wie haben Sie die Missionarinnen vom lehrenden und s\u00fchnenden Heiland kennengelernt?<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Den Schwestern aus Peru bin ich im Jahre 2014 in der N\u00e4he meiner fr\u00fcheren Pfarren\u00a0in Mittersill begegnet.<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li><strong>Was war der Grund daf\u00fcr, dass Sie sich f\u00fcr diese Missionsarbeit in Peru\u00a0entschieden haben?<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Dazumal trug ich schon den Gedanken in mir, wenn ich eine Sabbatzeit vom Herrn\u00a0Erzbischof gew\u00e4hrt bekomme (und dies ist im Priesterdienstrecht so vorgesehen\u00a0beim Wechseln der Pfarre) m\u00f6chte ich irgendwo in S\u00fcdamerika die Zeit verbringen.<\/p>\n<p>Vorausgegangen war ein Besuch in San Ignacio in Bolivien im Jahre 2012 mit einem\u00a0Pastoralassistenten, der dort schon als Volont\u00e4r gearbeitet hat. So kam es zu einer\u00a0ersten Begegnung mit Menschen in Bolivien. Von da an war dieser Wunsch in mir\u00a0herangewachsen, einmal eine Zeit in Lateinamerika zu verbringen.<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li><strong>War die Sprache ein Hindernis?<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Ein gewisses Hindernis war jedoch die Sprache. Neben meiner seelsorglichen\u00a0T\u00e4tigkeit habe ich auch versucht, im Selbststudium mir Spanisch anzueignen. Sp\u00e4ter\u00a0nahm ich gelegentlich Unterrichtsstunden bei einem Studenten. Mit fortgeschrittenem\u00a0Alter und bei doch erh\u00f6hter Aufgabenbelastung als Pfarrer von drei Pfarren, war es\u00a0doch nicht leicht, mit der Sprache vertraut zu werden.<\/p>\n<ol start=\"4\">\n<li><strong>K\u00f6nnten Sie uns von Ihren Erfahrungen und einigen Anekdoten berichten?<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Ende Oktober landete ich mit dem Flugzeug in Lima und wollte noch einige Tage in\u00a0der Stadt verbringen, um diese kennen zu lernen und um die Heiligen St\u00e4tten zu\u00a0besuchen (Grab der Heiligen Rosa und Martin von Porres).\u00a0Als ich mich mit dem Taxi in das Zentrum der Stadt bringen lie\u00df, tauchte ich wie in\u00a0ein riesiges Chaos ein. Die Stra\u00dfen verstopft, es gab mein Vorw\u00e4rtskommen, der\u00a0Taxilenker fuhr zu einem Parkplatz und begleitete mit zu Fu\u00df zu einem Hotel, indem\u00a0er mir half, das Gep\u00e4ck zu tragen. Er erkl\u00e4rte mir, dass ein gro\u00dfes religi\u00f6ses Fest\u00a0gefeiert werde und ich wusste nicht, was das f\u00fcr ein Fest sein k\u00f6nnte. Das n\u00e4chste\u00a0gr\u00f6\u00dfere Fest war Allerheiligen. So ging ich am n\u00e4chsten Tag daran, das ausfindig zu\u00a0machen. Dieses Fest kannte ich als Europ\u00e4er nat\u00fcrlich nicht: el Se\u00f1or de los\u00a0milagros. Ich staunte nicht schlecht, die gro\u00dfen Prozessionsz\u00fcge zu sehen, die\u00a0\u00fcberdimensionalen Musikkapellen, die in theatralischen Kl\u00e4ngen durch die Stadt\u00a0marschierten und die Menschenmassen die unterwegs waren.\u00a0Am Vorabend des 1. Novembers 2016 meldete ich mich bei den Schwestern in Lima\u00a0und wurde gleich noch am Telefon gebeten, bei Ankunft am Allerheiligentag den\u00a0Gottesdienst mit ihnen zu feiern, was mich etwas in Unruhe versetzte. Doch die\u00a0Schwestern waren \u00fcberaus freundlich und herzlich und nat\u00fcrlich auch dankbar, wenn\u00a0auch bei kaum verst\u00e4ndlichem Spanisch, eine Heilige Messe an diesem hohen\u00a0Festtag feiern zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Von Lima ging es nach Caraveli, wo ich von der Gemeinschaft herzlich empfangen wurde und ich sozusagen das Herz der Missionarinnen kennen lernen konnte. Von\u00a0da ging es in den n\u00e4chsten Monaten in acht \u201ePatmos\u201c, von wo wir jeweils die D\u00f6rfer\u00a0besuchten. Mit dem Gel\u00e4ndewagen war das nicht immer m\u00f6glich zu den weit\u00a0verstreuten D\u00f6rfern zu gelangen. Daher waren wir auch auf dem Pferd oder sogar zu\u00a0Fu\u00df mit Hilfe von Trageseln unterwegs, um das Ziel zu erreichen. Was mich\u00a0beeindruckte war die Weite des Landes und dass trotz der unvorstellbaren\u00a0Abgelegenheit der D\u00f6rfer dorthin auch die Botschaft Jesu Christi gelangte und\u00a0Kirchen, wenn auch in einfachster Ausf\u00fchrung, gebaut wurden. An manchen Orten\u00a0finden sich sogar ganz kunstvoll ausgestattete Gottesh\u00e4user und die Missionare der\u00a0fr\u00fcheren Zeiten haben gro\u00dfartiges geleistet. Das einfache Leben der Menschen\u00a0gepaart mit ihrer Fr\u00f6hlichkeit hat mich beeindruckt. So war alles f\u00fcr mich\u00a0herausfordernd: das Klima, die H\u00f6henlage, die Sprache, die Einfachheit des Lebens.<\/p>\n<p>Jedoch die Schwestern organisierten alles bestens und umsorgten mich, sodass ich\u00a0mich sehr sicher f\u00fchlte und die Herausforderungen eines jeden Tages gut annehmen\u00a0konnte.<\/p>\n<ol start=\"5\">\n<li><strong>W\u00fcrden Sie diese Erfahrung anderen Priestern empfehlen?<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Zu meinen Mitbr\u00fcdern in \u00d6sterreich, die sich zu einem solchen Einsatz nicht\u00a0bewegen lassen wollen, sagte ich, dass ich in diesem Jahr die meiste seelsorgliche\u00a0Arbeit in Zahlen gesehen geleistet habe, denn die Schwestern f\u00fchrten genau Bilanz,\u00a0sodass in diesem knappen Jahr 65 Taufen 2232 Beichten, 512 Krankensalbungen 5\u00a0Eheschlie\u00dfungen und 566 Haussegnungen gez\u00e4hlt wurden. Ich gestehe, dass meine\u00a0Gedanken oft nach Peru wandern und im Gebet mich immer verbunden wei\u00df mit\u00a0diesen Menschen und den Seelsorgeschwestern.<\/p>\n<ol start=\"6\">\n<li><strong>w\u00fcrden Sie gerne zu diesen Missionen zur\u00fcckkehren?<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Im Stillen bitte ich Gott, vielleicht einmal noch in Peru eine gewisse Zeit verbringen\u00a0zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<ol start=\"7\">\n<li><strong>Noch was?<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Noch eine kleine Geschichte:\u00a0Es war in einem Dorf der Region Ca\u00f1aris, wo ich ganz herzlich und \u00fcberschw\u00e4nglich\u00a0empfangen wurde. Ich sagte dann zu den Menschen, dass ich doch nicht der\u00a0Staatspr\u00e4sident sei. Worauf sie mir antworteten: den Staatspr\u00e4sidenten w\u00fcrden wir\u00a0ohnehin nicht so empfangen. Dieses sagte mir, dass sie ein sehr hohes Vertrauen in\u00a0die Kirche haben mussten und mehr von Jesus Christus erwarten als von allen\u00a0menschlichen M\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p><em>Pfarrer Helmut hofft, in die Missionen in Peru zur\u00fcckzukehren, um Christus in den entlegensten, verlassenen und armen Gegenden zu verk\u00fcnden.<\/em><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-6242 size-full\" src=\"https:\/\/mjvv.org\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Padre-helmut-2.png\" alt=\"\" width=\"1200\" height=\"650\" srcset=\"https:\/\/mjvv.org\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Padre-helmut-2.png 1200w, https:\/\/mjvv.org\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Padre-helmut-2-300x163.png 300w, https:\/\/mjvv.org\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Padre-helmut-2-1024x555.png 1024w, https:\/\/mjvv.org\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Padre-helmut-2-768x416.png 768w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Interview mit Pfarrer Helmut Friembichler Pfarrer Helmut Friembichler. 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