{"id":5371,"date":"2022-06-20T19:12:37","date_gmt":"2022-06-20T17:12:37","guid":{"rendered":"https:\/\/mjvv.org\/?p=5371"},"modified":"2022-07-22T17:59:29","modified_gmt":"2022-07-22T15:59:29","slug":"nuestros-ancianitos","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mjvv.org\/de\/missionare\/nuestros-ancianitos\/","title":{"rendered":"Unsere \u00e4lteren von tin tin-bolivien"},"content":{"rendered":"<p>Unser Heiliger Vater Papst Franziskus sagt: ,,Die Gro\u00dfeltern sind die Weisheit der Familie, sie sind die Weisheit eines Dorfes. Und ein Dorf, das nicht auf seine Gro\u00dfeltern h\u00f6rt, ist ein Dorf, das stirbt.\u201d<br \/>\nBei dieser Gelegenheit wollen wir Ihnen \u00fcber unsere \u00c4ltesten aus unserem Missionszentrum Tin Tin erz\u00e4hlen. Das Missionszentrum geh\u00f6rt zur Provinz Mizque, im Departament von Cochabamba, in Bolivien.<\/p>\n<p>Viele unserer \u00c4ltesten leben in einem verwahrlosten Zustand. Der Gro\u00dfteil von ihnen hat Kinder, die mit ihren Familien im selben Dorf leben. Andere Kinder leben auch in der Stadt, um dort Arbeit zu finden, oder andere sind ins Ausland gegangen, auf\u00a0 der Such nach einer besseren Zukunft. Leider vergessen die Kinder ihre urspr\u00fcnglichen Pflichten, auf ihre Eltern zu schauen. Aus diesem Grund haben wir uns entschlossen, in jene weit abgelegene Gebiete zu gehen, wo die \u00c4ltesten allein und fern aller Hilfe leben.\u00a0Einmal gelangten wir nach vielen Stunden der Reise\u00a0 an ein Haus, wo wir drei Menschen antrafen.<\/p>\n<p align=\"justify\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-4587 size-full\" src=\"https:\/\/mjvv.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/I-nostri-nonni01_1200x500.jpg\" alt=\"\" width=\"1200\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/mjvv.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/I-nostri-nonni01_1200x500.jpg 1200w, https:\/\/mjvv.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/I-nostri-nonni01_1200x500-300x125.jpg 300w, https:\/\/mjvv.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/I-nostri-nonni01_1200x500-1024x427.jpg 1024w, https:\/\/mjvv.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/I-nostri-nonni01_1200x500-768x320.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/><\/p>\n<p><strong>Es war die Familie vom abuelito ( Gro\u00dfv\u00e4terchen) Pedro. <\/strong>Er war um die 80 Jahre alt, seine Frau Carmen 78 Jahre und es gab noch eine Tochter Lidia, die geistig beintr\u00e4chtig ist. Pedro war Invalide, er konnte seine unteren Gliedma\u00dfen nicht mehr bewegen, deshalb war er fast nur im Bett und dar\u00fcber hinaus war er blind. Ihr Lehmhaus, dessen Dach aus Stroh war, bestand nur aus zwei Zimmer, welche sie auch noch mit ihren Hunden und Katzen teilten. Im Winter litten sie unter der K\u00e4lte, vor allem dann, wenn es regnete, weil das Dach undicht war.<\/p>\n<p align=\"justify\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-4591 size-full\" src=\"https:\/\/mjvv.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/I-nostri-nonni02_1200x500.jpg\" alt=\"\" width=\"1200\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/mjvv.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/I-nostri-nonni02_1200x500.jpg 1200w, https:\/\/mjvv.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/I-nostri-nonni02_1200x500-300x125.jpg 300w, https:\/\/mjvv.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/I-nostri-nonni02_1200x500-1024x427.jpg 1024w, https:\/\/mjvv.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/I-nostri-nonni02_1200x500-768x320.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/><\/p>\n<p>Wenn aber die Sonne schien, schleifte sich abuelito Pedro nach au\u00dfen, um sich im Hof\u00a0 zu erw\u00e4rmen. Sooft wir ihn besuchten, riefen wir ihn schon von weitem zu und das freute Pedro so sehr, da er uns an den Stimmen erkannte. Unser Besuch war f\u00fcr sie eine gro\u00dfe Hoffnung, brachten wir ihnen doch auch Lebensmittel, um ihren Hunger zu stillen. Lidia stand immer fr\u00fch auf, um Vieh zu h\u00fcten und beide Eheleute erwarteten ihre R\u00fcckkehr, weil sie\u00a0 dann einmal am Tag essen konnten. Die Nachbarn nutzten Lidias Beeintr\u00e4chtigung aus und Lidias Arbeit wurde von ihnen nicht angemessen entlohnt.<\/p>\n<p>Keiner der drei bekam staatliche Unterst\u00fctzung, f\u00fcr ihren Unterhalt kamen sie selbst t\u00e4glich neu auf. Die Tochter h\u00fctete die Ziegen, half den Nachbarn bei der Ernte und manchmal blieb nur noch ein Hoffen auf die Mildt\u00e4tigkeit der Dorfbewohner.<\/p>\n<p>Sooft es uns m\u00f6glich war, brachten wir neben der geistigen auch k\u00f6rperlichen Nahrung mit. Gemeinsam mit der Jugendgruppe konnten wir das Dach reparieren, sodass sie vom Regen gesch\u00fctzt waren. In der Zeit der Pandemie erleichterten wir ihre Misere mit Hilfe des Radios der Di\u00f6zese. F\u00fcr unsere Abuelitos konnten wir materielle Hilfe bereitstellen und sie dankten es uns mit viel Liebe.<\/p>\n<p>Aber bald kam die Stunde, wo sie vor den Herrn treten sollten: zuerst erkrankte Abuelita Carmen. Sie hatte gro\u00dfe Schmerzen in den Knochen. Wir versuchten diese mit Medikamente zu lindern, aber ihre Schmerzen wurden von Tag zu Tag gr\u00f6\u00dfer. Sie litt sehr viel und war v\u00f6llig entkr\u00e4ftet und bald starb sie. Abuelito Pedro war sehr traurig und vermisste sie sehr, er verfiel in eine Depression und als er ebenfalls erkrankte, starb er hierauf. Wir h\u00e4tten sie gerne an einen besseren Platz gebracht, aber die anderen Kinder widersetzten sich dem Vorschlag. Gott hatte Barmherzigkeit mit seinen Kindern und brachte sie dorthin, wo es weder Leid noch Tr\u00fcbsal gibt. Lidia blieb zur\u00fcck und kurz darauf teilte sie ihr Leben mit einem Witwer.<\/p>\n<p><strong>Abuelita Casilda <\/strong>lebt in einer Gegend, das zu Molinero geh\u00f6rt und liegt zwei Stunden Autofahrt von Tin Tin entfernt. Um zu ihr zu gelangen, muss man dann noch eine Stunde steil aufw\u00e4rts gehen. Auch sie ist entkr\u00e4ftet und ausgezehrt, sie hat wenig Bewegung und braucht eine Person, die ihr helfend zur Seite steht. Sie hat nur eine Tochter, die ihr so gut es geht, hilft, doch meist ist diese bei den Tieren oder beim Feld. Sie haben auch keine Nachbarn, die sie um Hilfe bitten k\u00f6nnten. Die Tochter brachte sie zum Arzt, auch wenn ihre Ersparnisse es kaum erlaubten. Die Diagnose war Arthritis, Osteoporose, beides altersbedingte Krankheiten,-\u00a0 und Unterern\u00e4hrung. Unsere Besuche ermuntern und st\u00e4rken sie sehr. Wie sehr w\u00fcrden wir uns w\u00fcnschen, l\u00e4nger bei ihnen bleiben zu k\u00f6nnen, aber es gibt so viele alte Menschen, die auf uns warten und deren H\u00e4user sehr weit entfernt liegen.<\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-4595 size-full\" src=\"https:\/\/mjvv.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/I-nostri-nonni03_1200x500.jpg\" alt=\"\" width=\"1200\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/mjvv.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/I-nostri-nonni03_1200x500.jpg 1200w, https:\/\/mjvv.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/I-nostri-nonni03_1200x500-300x125.jpg 300w, https:\/\/mjvv.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/I-nostri-nonni03_1200x500-1024x427.jpg 1024w, https:\/\/mjvv.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/I-nostri-nonni03_1200x500-768x320.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/><\/p>\n<p><strong>Abuelita Teodosia,<\/strong> lebt in der Gegend von San Vicente, und es liegt eineinhalb Stunden von Tin Tin entfernt. Um zu ihrem Haus zu gelangen, muss man dann noch zwei Stunden \u00fcber steile Pfade gehen. Sie ist zwar noch nicht so alt, leidet aber an einer eigenartigen Krankheit. Einmal sp\u00fcrte sie ein Jucken und Brennen in der Nase und durch das st\u00e4ndige Reiben entstand eine Wunde, die nicht mehr verheilte. Das Schlimme ist, dass diese immer tiefer nach Innen geht und sich entz\u00fcndet. Die Krankenschwester des Ortes kommt einmal in der Woche, um sie zu heilen. Wir bringen ihr neben den k\u00f6rperlichen Unterst\u00fctzungen auch geistige Nahrung, da wir ja nie wissen k\u00f6nnen, ob wir sie bei unserer n\u00e4chsten Mission noch antreffen werden. Do\u00f1a Teodosia ist sehr gl\u00e4ubig und nimmt den Willen Gottes in ihrem Leiden an. Es gibt keine Hilfe, weil die \u00f6konomischen Mittel fehlen, um in die Stadt zu fahren, um sich einer \u00e4rztlichen Untersuchung zu unterziehen. All ihre Krankheiten sind Folgen der harten Arbeit in ihrer Jugend. Dona Teodosia wartet nur noch, dass Gott ihrer gedenkt und sie bald zu sich in den Himmel holt.<\/p>\n<p><strong>Don Florencio <\/strong>war einer unserer Katechisten, er leidet an einer unheilbaren Krankheit. Er ist bettl\u00e4gerig, auch wenn ihn seine Kinder finanziell unterst\u00fctzen, f\u00fchlt er sich verlassen, weil auch seine Nachbarn sich nicht um ihn k\u00fcmmern und vergessen, ihn zu besuchen.<\/p>\n<p>Viele unserer Alten erleben \u00e4hnliches und so wachen wir \u00fcber sie, wie M\u00fctter, da sie uns von Gott anvertraut wurden. Wir bem\u00fchen uns ihnen sowohl k\u00f6rperlich als auch geistig Erleichterung zu verschaffen. Jene, die im Dorf wohnen, besuchen wir einmal in der Woche und bringen ihnen Jesus im Allerheiligsten Sakrament des Altares, damit ER ihre Kraft in all ihren Schmerzen sei. Wenn wir auf Mission von Dorf zu Dorf gehen, besuchen wir jedes Haus und unser Augenmerk legen wir ganz speziell auf die \u00c4ltesten, um ihnen geistige Erleichterung zu bringen. Wir bereiten sie auch auf die pers\u00f6nliche Begegnung mit Gott vor und bringen\u00a0 ihnen die Heiligste Eucharistie.<\/p>\n<p>Unsere Alten leiden unter verschiedensten Krankheiten wie Rheumatismus, Arthrose, schmerzhafte Arthrose in den Gelenken, Knien und H\u00e4nden. Sie haben auch Lungenprobleme, Geh\u00f6r- und Augenprobleme und vieles, vieles mehr. Mit Hilfe unserer Wohlt\u00e4ter k\u00f6nnen wir Medizin und Lebensmittel kaufen, das ist f\u00fcr sie eine gro\u00dfe Hilfe und spendet gro\u00dfen Trost.<\/p>\n<p>Wir danken Gott und bitten Gott Unseren Vater, dass er alle segnen m\u00f6ge, die unsere Mission unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">Es gr\u00fc\u00dft sie herzlich, Ihre Madre Emiliana<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unser Heiliger Vater Papst Franziskus sagt: ,,Die Gro\u00dfeltern sind die Weisheit der Familie, sie sind die Weisheit eines Dorfes. Und ein Dorf, das nicht auf seine Gro\u00dfeltern h\u00f6rt, ist ein Dorf, das stirbt.\u201d Bei dieser Gelegenheit wollen wir Ihnen \u00fcber unsere \u00c4ltesten aus unserem Missionszentrum Tin Tin erz\u00e4hlen. 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